Herstellerrecherche vom 8. November 2026 · Kein eigener Produkttest · Anbieterlinks sind derzeit unvergütet.
Drei Kandidaten, unterschiedliche Kostenmodelle
Diese Auswahl ist eine Orientierung für kleine Veranstaltungen, keine vollständige Marktübersicht und keine Rangliste. Preise und Leistungsumfang können sich ändern.
Ticket Tailor: feste Systemgebühr je Ticket
Der Euro-Tarif „Pay as you go“ zeigt 0,70 € je verkauftem Ticket zuzüglich Umsatzsteuer. Zahlungsabwicklung über einen separaten Zahlungsanbieter kommt hinzu. Vorab gekaufte Credits können die Systemgebühr senken, binden aber Geld vor dem Verkauf.
Prüfe besonders: Zahlungsanbieter und dessen Auszahlungsplan, Gebühren bei Sitzplatzreservierung sowie die Regeln für Freikarten. Die öffentliche Preisseite nennt unterschiedliche Freikarten-Grenzen in Übersicht und FAQ; bestätige die für dich geltende Grenze vorab.
Euro-Tarif bei Ticket Tailor prüfen ↗
Quellen: Preisseite, EUR ausgewählt und Gebühren-Erklärung.
pretix Hosted: Anteil am Netto-Ticketpreis
pretix Hosted berechnet 2,5 % des Netto-Ticketpreises, höchstens 15 € je Ticket, zuzüglich Zahlungsanbietergebühren und gegebenenfalls Umsatzsteuer. Es gibt keine Grundgebühr. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Selbstständige, Vereine und andere Organisationen, nicht an Privatpersonen.
Prüfe besonders: Zahlungsarten, Export und den Umgang mit Freikarten. Die ersten 500 kostenlosen Tickets pro Kalenderjahr sind laut Anbieter frei; bezahlte Tickets erhöhen das Freikontingent. Das selbst gehostete Produkt ist eine andere Betriebsentscheidung mit eigenem Aufwand.
Eventfrog: Ticketing mit Veranstaltungskalender
Die deutsche Preisseite nennt im Free-Modell für Online-Zahlungen 0,19 € + 1,9 % je Ticket, zuzüglich Umsatzsteuer. Das Free-Modell gilt bis 50 € Ticketpreis; darüber wird das Plus-Modell gewählt. Zusätzliche Funktionen können einen anderen Tarif erfordern.
Prüfe besonders: Auszahlung und Stornierung. Im Free-Modell erfolgt die Auszahlung nach Eventende. Der Kalendereintrag und die Verteilung im Partnernetzwerk sind enthalten; daraus folgt keine garantierte Reichweite oder Ticketnachfrage. Schweizer Konditionen separat prüfen.
Je Ticket ist nicht je Bestellung
Ein Zahlungsdienst kann einen festen Betrag pro Bestellung berechnen. Kaufen zwei Gäste gemeinsam zwei Tickets, fällt dieser Betrag möglicherweise nur einmal an. Bei einer Systemgebühr pro Ticket bleibt er dagegen zweimal fällig.
Rechenbeispiel: Stripe nennt im deutschen Standardtarif für Standardkarten aus dem EWR 1,5 % + 0,25 € pro Zahlung. Bei einer Zahlung von 20 € sind das 0,55 €. Zwei Tickets zu je 20 € in einer gemeinsamen Zahlung kosten rechnerisch 0,85 € Zahlungsgebühr insgesamt. Andere Karten, Länder oder Verträge können anders abgerechnet werden. Quelle: Stripe Deutschland.
Die Auszahlung kann wichtiger sein als zehn Cent Gebühren
Wenn eine Location ihre Anzahlung vor dem Event verlangt, brauchst du das Geld zu diesem Zeitpunkt. Prüfe, ob dein Anbieter vorab auszahlt, welche Verifizierung nötig ist und ob Rücklagen oder Verzögerungen möglich sind. Die allgemeine Aussage „schnelle Auszahlung“ ersetzt keinen konkreten Zahlungsplan.
Sechs Fälle für deinen Test
- Mobil bestellen: Ein und zwei Tickets kaufen lassen, zunächst in einer Demo oder Testumgebung. Endpreis und Bestätigung prüfen.
- Kontingent teilen: Frühbucher und Normalpreis dürfen nicht versehentlich mehr Plätze verkaufen als vorhanden.
- Freikarte ausgeben: Belegt sie korrekt einen Platz? Entstehen dafür Kosten?
- Einlass üben: Doppelscan und den vorgesehenen Ablauf bei fehlender Verbindung prüfen.
- Storno verstehen: Ablauf, verbleibende Gebühren und Zuständigkeit vorab klären.
- Daten mitnehmen: Gästeliste und Abrechnung exportieren und auf die benötigten Felder prüfen.
Die Schritte sind ein eigener Prüfplan. Omnithra hat diese Anbieterprodukte nicht praktisch getestet. Keine echte kostenpflichtige Buchung nur für einen Test auslösen.