Am Ende genug. Dazwischen zu wenig.
Du startest mit 1.000 €. Zuerst werden 900 € Anzahlung und später 1.200 € Restzahlung fällig. Erst danach kommen 2.700 € aus dem Ticketverkauf auf dein Konto.
Nach allen Zahlungen bleiben 1.600 €. Vor der Auszahlung fällt der Stand aber auf −1.100 €. Dieser Betrag fehlt zwischenzeitlich. Mit einem gewünschten Mindestpuffer von 200 € wären zusätzlich 1.300 € nötig.
Die Zahlen sind ein Beispiel und keine Preise eines Anbieters. Der zusätzliche Bedarf wird nicht automatisch als neuer Eingang in deinen Plan eingetragen.
Verkauft heißt noch nicht ausgezahlt
Eventfrog zahlt im deutschen Free-Modell erst nach dem Event aus. Auszahlungen im Voraus können einen Wechsel ins Pro-Modell auslösen. Prüfe deshalb den konkreten Tarif und den zugesagten Zahlungstermin. Eventfrog: Auszahlungsregeln.
Bei Ticket Tailor hängt die Auszahlung vom angebundenen Zahlungsdienst ab. Stripe nennt für die erste Auszahlung üblicherweise 7–14 Tage nach der ersten erfolgreichen Zahlung; je nach Konto kann es länger dauern. Ein Verkauf heute ist deshalb kein sicherer Geldeingang morgen. Ticket Tailor: Stripe-Auszahlung und Stripe: Auszahlungen.
Welche Beträge gehören in den Plan?
- Nur tatsächliche Zahlungen: Anzahlungen, Restzahlungen, Kautionen und deren Rückzahlung jeweils zum erwarteten Termin eintragen. Kalkulatorische Abschreibung oder unbezahlte eigene Arbeitszeit bewegen kein Geld.
- Gebühren einmal erfassen: Wird eine Ticketgebühr vor der Auszahlung abgezogen, trage den erwarteten Auszahlungsbetrag ein. Erfasse dieselbe Gebühr dann nicht nochmals als Ausgang.
- Weitere Verpflichtungen ergänzen: Rückerstattungen, Steuerzahlungen, Zinsen und Rückzahlungen sind nur enthalten, wenn du sie selbst einträgst. Der Rechner ermittelt sie nicht.
- Unsichere Eingänge verschieben: Prüfe ein zweites Szenario, in dem Sponsoring oder Ticketerlöse später eintreffen. Eine erwartete Zahlung ist keine Garantie.
So rechnet der Zahlungsplan
Stand nach einer Zahlung = Startguthaben + bisherige Eingänge − bisherige Ausgänge.
Zusätzlicher Bedarf = Mindestpuffer − niedrigster Stand, mindestens null. Auch das Startguthaben wird als möglicher Tiefpunkt geprüft.
Die Rechnung verwendet Centbeträge und sortiert die Zahlungen nach Datum. Bei demselben Datum gehen Ausgänge vor. Das ist eine vorsichtige Annahme; eine tatsächliche Reihenfolge innerhalb des Tages bildet das Modell nicht ab.
Ein positiver Endstand ist kein Gewinnnachweis. Das Startguthaben ist darin noch enthalten, und fehlende Zahlungen kann der Rechner nicht erkennen. Die Ticketkalkulation beantwortet die andere Frage: Wie viele Verkäufe decken deine angesetzten Eventkosten?
Grundprinzip der zeitlichen Gegenüberstellung: IHK Region Stuttgart: Liquiditätsplanung. Eigenes vereinfachtes Rechenmodell, kein vollständiger Finanzplan. Quellen geprüft am 8. November 2026; kein eigener Test der Ticketanbieter. Methodik und Finanzierung.